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Was ein 20ft Bürocontainer gebraucht eigentlich ist
Ein 20ft Bürocontainer gebraucht ist ein Arbeitsplatz und kein Frachtbehälter. Er gehört zur Familie der Raumcontainer, also der Module, in denen Menschen sitzen und arbeiten sollen: ein geschweißter Stahlrahmen mit Eckbeschlägen für Kran und Stapelung, vorgefertigte Wand, Boden und Dachpaneele mit Dämmkern sowie werkseitig eingebaute Fenster, Türen, Beleuchtung und Elektroinstallation. Geliefert wird ein fertiger Raum und keine leere Hülle, ausgelegt darauf, auf eine Stellfläche gesetzt, angeschlossen und sofort genutzt zu werden.
Das ist etwas anderes als ein umgebauter Seecontainer. Ein Seecontainer beginnt als gewellte Stahlkiste ohne Dämmung, ohne Öffnungen und ohne Leitungen, und all das muss nachträglich eingeschnitten, gedämmt und verkleidet werden. Solche Umbauten können sehr gut sein, ihre Qualität hängt aber vollständig davon ab, wer sie ausgeführt hat. Ein Raumcontainer war ab der ersten Zeichnung ein Büro, und deshalb wirken Paneelstöße, Fensterlaibungen und Kabelwege sauber und berechenbar. Klären Sie beim Angebotsvergleich zuerst, welche der beiden Bauarten Ihnen tatsächlich angeboten wird.
Die Ausstattung unterscheidet sich von Einheit zu Einheit
Je nach Zustand und ursprünglicher Konfiguration kann die Innenausstattung einfache Elemente wie Beleuchtung, Steckdosen und Heizung umfassen, und sie lässt sich weiter anpassen. Das ist eine ehrliche und keine vage Auskunft, und es ist der wichtigste Punkt beim Gebrauchtkauf überhaupt. Diese Einheiten werden in unterschiedlichen Ausstattungen gebaut, im Laufe ihres Einsatzes verändert, und keine zwei gebrauchten Exemplare kommen identisch zurück. Setzen Sie also nichts voraus. Fragen Sie nach, lassen Sie auflisten und lassen Sie diese Liste in das Angebot schreiben.
In der Praxis ist Ihre Besichtigung deshalb eine Inventur. Gehen Sie durch die Einheit und notieren Sie, was tatsächlich vorhanden ist: wie viele Leuchten und ob sie funktionieren, wie viele Steckdosen und an welcher Stelle, ob ein Verteiler vorhanden ist und was darin verbaut wurde, ob eine Heizung eingebaut ist und welcher Bauart, welcher Bodenbelag liegt, ob sich die Fenster öffnen lassen und ob Rollläden oder Gitter vorhanden sind. Diese vor dem Kauf abgestimmte Liste macht aus einem Gebrauchtgerät eine bekannte Größe.
Wandaufbau und Dämmung
Das Wandpaneel entscheidet darüber, ob sich in der Einheit angenehm arbeiten lässt. Der übliche Aufbau ist ein Sandwich aus einem profilierten oder glatten Stahlblech außen, einem Dämmkern und einer innen liegenden, fertig beschichteten Verkleidungsplatte. Die Dämmung verhindert, dass sich der Raum wie ein Zelt verhält, im Sommer heiß und im Winter kalt, und sie wirkt zugleich akustisch, was auf einer Baustelle mehr zählt, als man zunächst annimmt.
Beim Gebrauchtgerät beurteilt man die Dämmung nicht von außen, sondern innen. Flecken auf der Verkleidung, eine weiche oder aufgequollene Platte, ein muffiger Geruch oder eine Ecke, die deutlich kälter wirkt als die übrige Wand, deuten darauf hin, dass Wasser in das Paneel gelangt ist. Prüfen Sie besonders die Fensteranschlüsse, den Übergang von Dach zu Wand und den Sockelbereich, denn dort findet Wasser typischerweise seinen Weg. Fragen Sie, ob und wann das Dach zuletzt neu abgedichtet wurde.
Fenster, Rollläden, Türen und Sicherheit
Fenster sind meist gerahmte Elemente in vorbereiteten Öffnungen, häufig mit integriertem Rollladen oder mit einem separaten Stahlgitter. Prüfen Sie, ob jedes Fenster öffnet und schließt, ob die Dichtungen unverletzt sind und ob Rollläden ohne Gewalt laufen. Ein durch einen unsauberen Kranvorgang verbogener Rollladen ist ein häufiger Mangel und sollte vor dem Kauf bepreist werden, nicht danach.
Die Tür muss ohne Anheben und ohne Drücken schließen und verriegeln. Achten Sie auf einen verzogenen Rahmen, denn ein verzogener Türrahmen zeigt an, dass die Einheit unsauber gehoben oder abgesetzt wurde, und das betrifft dann mehr als nur die Tür. Überlegen Sie, welches Sicherheitsniveau der Standort verlangt. Auf einem umzäunten Hof reicht oft die Standardverriegelung. An einem exponierten Platz sind Rollläden an allen Öffnungen, eine verstärkte Tür, ein Schlosskasten und eine nächtliche Beleuchtung sinnvoll. Diese Entscheidung gehört vor die Lieferung.
Elektroverteilung und Steckdosen
Unabhängig davon, was verbaut ist, gilt die Elektroinstallation als zu prüfen und nicht als gegeben. Fragen Sie nach der Art der Einspeisung, nach den Schutzorganen im Verteiler, nach Anzahl und Lage der Steckdosen im Verhältnis zu den geplanten Arbeitsplätzen und danach, ob Datenleitungen vorhanden sind. Eine saubere Nachrüstung von Datenleitungen ist aufwendiger, als es zunächst klingt.
Lassen Sie die Anlage vor der Nutzung durch eine Elektrofachkraft prüfen und diese Prüfung im Betrieb wiederkehrend durchführen, besonders nach einem Standortwechsel. Ein gebrauchter Raumcontainer wurde transportiert, durchgerüttelt, angebohrt und von Personen verändert, die Sie nie kennenlernen werden. Die Prüfung kostet wenig im Verhältnis zu dem, was ihr Fehlen kosten kann, und auf Baustellen mit bestellter Fachkraft für Arbeitssicherheit wird sie ohnehin verlangt.
Heizung, Kühlung und Behaglichkeit
Geheizt wird in diesen Einheiten meist elektrisch, über einen Wandkonvektor oder ein Heizgerät auf eigenem Stromkreis. Klären Sie, was verbaut ist, ob es funktioniert und ob der zugehörige Stromkreis passend abgesichert ist. Denken Sie auch an die Kühlung, denn ein gut gedämmter Stahlraum mit südseitiger Verglasung wird warm. Eine Splitklimaanlage lässt sich nachrüsten, braucht aber eine Wanddurchführung, einen Weg für Leitungen und Kondensat sowie einen passend ausgelegten Stromkreis. Besser ist es, sie gleich mit zu beauftragen.
Boden, Kondenswasser und Lüftung
Als Bodenbelag liegt meist ein Vinylbelag oder ein vergleichbarer strapazierfähiger Belag auf einer Holzwerkstoffplatte. Prüfen Sie den Boden auf weiche Stellen, vor allem im Eingangsbereich, wo nasse Schuhe abgestellt werden, und entlang der Wandanschlüsse. Ein weicher Boden bedeutet Wasser in der Platte, und das ist eine Reparatur und kein optischer Mangel.
Kondenswasser ist die typische Beschwerde in jedem genutzten Stahlraum. Menschen atmen, Wasserkocher dampfen, nasse Jacken trocknen, und wenn diese Feuchte nicht abgeführt wird, schlägt sie sich an der kältesten Fläche nieder. Die Lösung ist Lüftung und nicht mehr Heizleistung. Prüfen Sie, ob vorhandene Lüftungsöffnungen tatsächlich offen und nicht überstrichen oder abgeklebt sind, halten Sie ein Fenster öffenbar und planen Sie bei dauerhafter Nutzung eine mechanische Absaugung für Sanitär oder Teeküche ein. Schimmel an Wandsockeln und in Ecken zeigt, wie der Vorbesitzer mit diesem Thema umgegangen ist.
Aufstellen, Ausrichten und Umsetzen
Die Einheit braucht tragfähige, waagerechte Auflager an den Eckbeschlägen. Üblich sind Betonplatten, schwere Gehwegplatten oder Bahnschwellen unter den Ecken, und das Ziel ist ein Rahmen, der im abgesetzten Zustand nicht verwunden ist. Ein verwundener Rahmen ist die Ursache für klemmende Türen und Fenster, die nicht mehr schließen, und er reißt die Innenverkleidung an den Paneelstößen ein. Richten Sie die Einheit bei der Anlieferung sauber aus, denn eine spätere Korrektur bedeutet erneutes Anheben.
Planen Sie den Transport so sorgfältig wie den Kauf. Klären Sie das Hebeverfahren, ob das Fahrzeug die Stellfläche erreicht, ob über der Position genug Freiraum für Kran oder Ladekran besteht und auf welchem Untergrund das Fahrzeug steht. Diese Einheiten sind für den Standortwechsel gemacht, was einer ihrer Vorteile ist. Jeder Umzug verlangt jedoch dieselbe Zufahrtsplanung wie die Erstlieferung, dazu das Trennen und Wiederanschließen der Versorgung an beiden Enden.
Zwei oder mehr Einheiten koppeln
Eine einzelne Einheit ergibt ein Büro. Mehrere nebeneinander oder übereinander ergeben eine Anlage mit getrennten Räumen, und genau darin liegt die Stärke der modularen Bauweise. Verbunden wird an den Eckbeschlägen mit Verbindungsklammern oder Verriegelungen im Twistlock Prinzip, die benachbarte Einheiten fluchtend zusammenziehen. Wer statt zweier Räume mit gemeinsamer Wand einen wirklich offenen Grundriss über zwei Einheiten möchte, muss den Rückbau der Innenwände planen und fachgerecht ausführen lassen, denn diese Paneele tragen zur Steifigkeit bei und lassen sich nicht einfach heraustrennen.
Beim Stapeln gehören dafür vorgesehene Treppen und Podeste dazu, und die Eignung für die konkreten Einheiten ist zu bestätigen. Denken Sie die Anlage als Ganzes: wo die Einspeisung liegt, wie Leitungen zwischen den Einheiten laufen, wo die Laufwege sind und wie man bei Regen trocken von einer Einheit in die nächste kommt.
Den Zustand einer gebrauchten Einheit beurteilen
- Rahmen und Eckbeschläge gerade, ohne Verwindung oder Anfahrschaden
- Dach dicht, bei Bedarf nachgedichtet, keine stehenden Wasserflächen
- Paneele trocken, keine Flecken, keine Quellung, kein muffiger Geruch innen
- Fenster und Rollläden gangbar, Dichtungen unverletzt, Verglasung unbeschädigt
- Tür schließt und verriegelt ohne Kraftaufwand, Rahmen unverzogen
- Boden überall fest, besonders im Eingangsbereich
- Elektroausstattung vorhanden, funktionsfähig und prüffähig
- Heizung vorhanden, funktionsfähig und passend abgesichert
- Kein Schimmel an Wandsockeln und in den Ecken
Zustandsklassen werden von Anbietern unterschiedlich verwendet, ein Buchstabe allein sagt daher wenig aus. Fragen Sie, was die Klasse im konkreten Angebot bedeutet, und verlangen Sie Fotos der tatsächlichen Einheit statt eines Katalogbildes. Steht eine Aufarbeitung im Raum, lassen Sie den Umfang schriftlich festhalten: Innenanstrich, Austausch von Verkleidungsplatten, neuer Bodenbelag, neue Tür, Ersatz für Rollläden, Ertüchtigung der Elektrik, Nachrüstung einer Klimaanlage. Jede dieser Positionen ist eine eigene Zeile mit eigenem Preis.
Was im Angebot stehen sollte
- Ob es sich um einen Raumcontainer oder um einen umgebauten Seecontainer handelt
- Eine schriftliche Aufstellung von Beleuchtung, Steckdosen, Verteiler und Heizung
- Anzahl und Zustand von Fenstern und Rollläden sowie Türtyp und Schloss
- Art und Zustand des Bodenbelags
- Enthaltene Aufarbeitung, einzeln aufgeführt statt als aufbereitet beschrieben
- Ob ein Prüfbericht der Elektroanlage übergeben wird
- Lieferart, Abladeverfahren, benötigte Zufahrt und wer die Einheit ausrichtet
Wer einen 20ft Bürocontainer gebraucht kauft, ersetzt vor allem Annahmen durch eine Liste. Die Konstruktion ist einfach und langlebig, die Betriebskosten sind überschaubar, und eine solide Einheit hält viele Jahre. Was sich unterscheidet, ist die Ausstattung. Wer diese Ausstattung vor der Zahlung schriftlich festhält, bekommt am Liefertag genau das, was er erwartet hat.
Häufig gestellte Fragen
Was ist innen enthalten, wenn man einen 20ft Bürocontainer gebraucht kauft?
Das hängt von Zustand und Konfiguration ab. Die Innenausstattung kann einfache Elemente wie Beleuchtung, Steckdosen und Heizung umfassen und lässt sich weiter anpassen. Da diese Einheiten in unterschiedlichen Ausstattungen gebaut und im Einsatz verändert werden, gleicht kein gebrauchtes Exemplar dem anderen. Behandeln Sie die Besichtigung als Inventur und lassen Sie die Liste in das Angebot aufnehmen.
Worin unterscheidet er sich von einem umgebauten Seecontainer?
Ein Raumcontainer ist von Anfang an als Büro konstruiert: Stahlrahmen mit Eckbeschlägen, vorgefertigte gedämmte Paneele und werkseitig eingebaute Fenster, Türen und Elektrik. Ein umgebauter Seecontainer beginnt als ungedämmte Wellblechkiste, bei der Öffnungen, Dämmung, Verkleidung und Leitungen nachträglich entstehen. Das Ergebnis hängt an der Ausführungsqualität. Klären Sie, welche Bauart ein Angebot beschreibt.
Wie prüft man die Dämmung eines gebrauchten Geräts?
Von innen und nicht von außen. Flecken, aufgequollene oder weiche Verkleidungsplatten, muffiger Geruch oder eine Ecke, die spürbar kälter ist als die übrige Wand, deuten auf eingedrungenes Wasser im Paneel hin. Prüfen Sie die Fensteranschlüsse, den Übergang von Dach zu Wand und den Sockelbereich, denn dort dringt Wasser typischerweise ein. Fragen Sie nach der letzten Dachabdichtung.
Warum bildet sich Kondenswasser und was hilft dagegen?
Menschen, Wasserkocher und trocknende Jacken bringen Feuchte in die Raumluft. Kann sie nicht entweichen, schlägt sie sich an der kältesten Fläche nieder. Die Lösung heißt Lüftung und nicht mehr Heizleistung. Prüfen Sie, ob vorhandene Lüftungsöffnungen offen und nicht überstrichen sind, halten Sie ein Fenster öffenbar und planen Sie bei Sanitär oder Teeküche eine Absaugung ein.
Lassen sich zwei Einheiten zu einem größeren Büro verbinden?
Ja. Die Einheiten werden an den Eckbeschlägen mit Verbindungsklammern oder Verriegelungen im Twistlock Prinzip fluchtend zusammengezogen. Ein wirklich offener Grundriss über beide Einheiten hinweg statt zweier Räume mit gemeinsamer Wand verlangt jedoch einen geplanten und fachgerecht ausgeführten Rückbau der Innenwände, denn diese Paneele tragen zur Steifigkeit der Einheit bei.
Was ist an der Elektroinstallation zu prüfen?
Fragen Sie nach der Art der Einspeisung, den Schutzorganen im Verteiler, nach Anzahl und Lage der Steckdosen sowie nach vorhandenen Datenleitungen. Lassen Sie die Anlage anschließend vor der Nutzung durch eine Elektrofachkraft prüfen und nach jedem Standortwechsel erneut. Ein gebrauchtes Gerät wurde transportiert, angebohrt und von Personen verändert, die Sie nie kennenlernen werden.
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